Flugreisen: Hier lauern die meisten Keime So können Sie sich auf Reisen schützen

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Ob in der Bordtoilette, auf Klapptischen, Armlehnen sowie an den Taschen der Vordersitze - Keime können sich im Flugzeug lange halten. Demnach besteht die Gefahr, sich an Bord eine Infektion zuzuziehen. Erfahren Sie, wo sich die meisten Keime befinden und weshalb eine Desinfektion die beste Maßnahme gegen die Krankheitserreger darstellt.

Keime im Flugzeug: Die Bordtoilette ist nicht einmal der Platz mit der höchsten Dichte an Keimen.

Keime im Flugzeug: Die Bordtoilette ist nicht einmal der Platz mit der höchsten Dichte an Keimen.

Bakterien und Viren fliegen mit

Der Innenraum eines Flugzeugs vermittelt beim Einstieg nicht selten das Gefühl von Sauberkeit und Hygiene. Dem ist jedoch nicht ganz so, wie bereits US-Wissenschaftler im Rahmen der Jahreskonferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie 2014 in Boston erklärten. Im Zuge der Tests fanden die Forscher heraus, dass sich das Darmbakterium E.coli bis zu vier Tagen an einer Armlehne nachweisen ließ. In der Regel sind diese Fäkalkeime harmlos. In bestimmten Fällen vermag dieses Bakterium jedoch außerhalb des Verdauungstraktes gefährliche Infektionen zu verursachen, etwa Hirnhaut- und Bauchfellentzündungen. Sogar bis zu einer Woche haftete der bekannte Keim MRSA an der Tasche auf der Rückseite eines Flugzeugsitzes. Dieser ist gegen die meisten gängigen Antibiotika resistent und kann tödliche Infektionen verursachen. Grund zur Panik besteht aber nicht: Denn die bakterielle Belastung auf einer Flugreise ist vergleichbar mit der an anderen Orten des öffentlichen Lebens. Hier wie auf der Flugreise kann ein bewusster Umgang mit Gegenständen, gerade bei angeschlagenem Immunsystem, aber sinnvoll sein.

Hier lauern die meisten Keime im Flugzeug

Schon lange wittern einige Mediziner die Gefahr, dass der internationale Luftverkehr in nicht dagewesenem Ausmaß zur Verbreitung von Infektionskrankheiten beiträgt. Viele von ihnen werden sich durch die Ergebnisse des Reiseportals Travelmath bestätigt fühlen. Denn laut Erkenntnissen des US-Flugportals finden Keime in der Flugzeugkabine einen idealen Nährboden vor. Wer hierbei meint, dass Toilettenräume am stärksten infiziert sind, liegt falsch. Im Rahmen einer Untersuchung beauftragte das Flugportal einen Mikrobiologen, insgesamt 26 Proben in Flugzeugen sowie auf Flughäfen zu nehmen. Getestet wurden vier Maschinen von zwei größeren Fluggesellschaften und fünf US-amerikanische Airports. Das Ergebnis überrascht: Auswertungen im Labor ergaben, dass sich die meisten Keime im Flugzeug auf den ausklappbaren Tischen tummelten. Im Durchschnitt wurden hier pro Quadratzoll 2.155 kolonienbildende Einheiten (KbE) gefunden. Platz zwei der am stärksten kontaminierten Orte belegten die Knöpfe der Trinkwasserspender an den Flughäfen (1.240 KbE / Quadratzoll). Mit deutlichem Abstand dahinter rangieren die Toilettenspülknöpfe an Bord (265 KbE / Quadratzoll), die Schnallen der Sitzgurte (230 KbE / Quadratzoll) und schließlich die jeweilige Türverriegelung in den Toilettenräumen der Flughäfen. Bestens sind die Bedingungen für Bakterien aber auch rund um die Einstecktaschen am Vordersitz. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass ein multiressistenter Keim hier 168 Stunden überleben konnte.

Wie Sie sich vor möglichen Krankheitserregern schützen können

Zwar zeigt die Studie nicht im Einzelnen auf, welche Keime im Flugzeug gefunden wurden. Durch die Untersuchung wird allerdings deutlich, dass Passagiere an Bord gefährdet sind und sich gegen die Bedrohung schützen sollten. Denn dem Kabinenpersonal bleibt zwischen dem Aussteigen der einen und dem Einsteigen der anderen Passagiere nicht immer ausreichend Zeit für eine gründliche Desinfektion. Schützen Sie sich demnach etwa dadurch, indem Sie einen direkten Kontakt der Speisen mit den keimbelasteten Tischen vermeiden. Als effektive Gegenmaßnahme zählt zudem gründliches Händewaschen. Wer nicht ständig dazu Gelegenheit hat, kann etwa auf Handgels setzen. Wirkungsvoll sind zudem Sprays zur Desinfektion der Hände sowie Flächen aller Art. Das Desinfektions-Spray von SOS für Hände und Flächen beseitigt im Rahmen einer Desinfektion zum Beispiel 99,99 Prozent aller Viren, Pilze und Bakterien. Alternativ dazu können Sie zur Desinfektion auf spezielle Reinigungstücher setzen, welche dasselbe Wirkungsspektrum aufweisen. Diese gibt es auch in praktischer Kompaktgröße extra für die Reise. Am besten desinfizieren Sie damit gleich alles, was in unmittelbarer Nähe greifbar ist: also Schalter, Knöpfe, Stuhllehne und Tischplatte. Auch Armlehnen und Sicherheitsgurt sollten von Erregern befreit werden. Weil die Luft über den Wolken sehr trocken ist und Schleimhäute hierdurch angreifbar für Bakterien und Viren werden, sind Augentropfen oder Nasenspray empfehlenswert. Seien Sie zudem vorsichtig mit Kissen und Decken, die Ihnen angeboten werden. Auch bei diesen flauschigen Reisebegleitern ist die Keimbelastung häufig überdurchschnittlich ausgeprägt, wenn sie mehreren Reisenden angeboten werden. Beherzigt man diese Vorsichtsmaßnahmen, steht einer gesunden Ankunft am Reiseziel nichts entgegen.

Quellen:
http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/der-klapptisch-an-bord-hat-es-an-sich-aid-1.6444934
http://www.zeit.de/2009/22/Klimaanlagen
http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/news/gefaehrliche-keime-im-flugzeug-aid-1.2844438
https://www.welt.de/reise/article146152542/Wo-die-meisten-Bakterien-auf-Flugpassagiere-lauern.html

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