Wie die Küche zu einer sauberen Sache wird So verhindern Sie die häufigsten Hygienefehler in der Küche

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Viele Menschen halten das Bad für den Raum, in dem die meisten Keime zu finden sind. Dabei ist zumeist die Küche der am stärksten mit Keimen belastete Ort in Wohnräumen. Die Ursache liegt zumeist in klassischen Hygienefehlern. Das zeigt die Studie „Hygiene im Haushalt 2009“ des Hygiene Councils, die in acht Ländern durchgeführt wurde. Zu den am stärksten verschmutzten Gegenständen in der Küche gehört der Wasserhahn, gleich gefolgt von Schneidebrettern. Etwa ein Viertel der Wasserhähne in deutschen Küchen sowie zehn Prozent der Schneidebretter sind mit Keimen belastet. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Küche sauber halten und für eine optimale Hygiene sorgen.

Eine gründliche Reinigung der Küche ist für die Hygiene sehr wichtig.

Eine gründliche Reinigung der Küche ist für die Hygiene sehr wichtig.

Es beginnt mit der persönlichen Hygiene

Wer in der Küche Gerichte zubereitet, einen Kaffee macht oder die Spülmaschine ausräumt, kommt automatisch mit Geschirr, Küchengeräten und auch Lebensmitteln in Kontakt. Deshalb beginnt Hygiene bei einem selbst. Durch eine bewusste Handhygiene und ein paar Vorsichtsmaßnahmen können typische Hygienefehler umgangen werden.

Handhygiene: Bevor es an die Zubereitung leckerer Gerichte geht, gilt: Hände waschen. Ein Großteil der Krankheitserreger wird über die Hände ausgetauscht, weshalb es wichtig ist, sie spätestens vor dem Griff in den Kühlschrank gründlich mit Wasser und Seife zu reinigen. Gerade in der Erkältungszeit kann es zudem sinnvoll sein, sich die Hände gründlich zu desinfizieren. Dafür gibt es verschiedene Hygieneprodukte wie beispielsweise Desinfektionsspray- und Tücher oder das Desinfektionsgel mit rückfettender Wirkung von SOS. Grundsätzlich sollte auch auf saubere Fingernägel geachtet werden.
Praktische Kleidung wählen: Zu einer guten Vorbereitung gehört auch, dass Kleidung gewählt wird, die möglichst praktisch ist. Sie sollte nicht mit den Lebensmitteln in Kontakt kommen (weite Oberteile, Shirts mit Fransen meiden) und nicht fusseln. Wer färbende Lebensmittel, rohes Fleisch oder Meeresfrüchte verarbeitet, kann zum Schutz Handschuhe tragen.
Keine Haustiere in der Küche: Zumindest während der Essenszubereitung sollten Haustiere draußen bleiben. Hunde können beispielsweise Salmonellen, Campylobacter und Parasiten übertragen, ohne selbst zu erkranken. Zudem möchte niemand Katzen- oder Hundehaare im Essen finden. Wird das Haustier während des Zubereitens von Essen trotzdem berührt, sollte eine Reinigung der Hände, beispielsweise mit Desinfektionstüchern von SOS erfolgen, bevor es mit dem Kochen weitergeht. Aus Gründen der Hygiene sollten zudem die Futternäpfe möglichst weit entfernt von Arbeitsflächen aufgestellt werden.

Lebensmittel kaufen und lagern

Die Hygiene in der Küche beginnt bereits beim Einkauf. Nur wer die individuellen Ansprüche von Lebensmitteln kennt, weiß, wie sie zu transportieren sind. So sollten Tiefkühlgerichte ganz zum Schluss im Einkaufskorb landen, damit sie möglichst nicht antauen. Besondere Beachtung verdienen auch tierische Lebensmittel, die besonders anfällig sind. Für mehr Hygiene in der Küche und frische Lebensmittel sollten diese drei Tipps befolgt werden.

Kühlkette nicht unterbrechen: Kritische Lebensmittel wie Milchprodukte und Fleisch müssen möglichst schnell aus dem Supermarkt in den heimischen Kühlschrank oder das Tiefkühlfach transportiert werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass Meeresfrüchte, Eier oder Gehacktes nicht verdorben sind. Insbesondere im Sommer empfiehlt es sich, eine Kühltasche zu verwenden.
Lebensmittel kühl lagern: Im Kühlschrank gibt es verschiedene Kältezonen. Auf der Ebene über dem Gemüsefach ist die Temperatur am niedrigsten, weshalb hier Fisch, Fleisch und Wurst gelagert werden. Darüber finden Milchprodukte ihren Platz, ganz oben werden zubereitete Speisen wie Salate oder Kuchen aufbewahrt. Wer sich an diese einfache Ordnung hält, verhindert, dass Lebensmittel durch eine falsche Kühlung vorzeitig verderben. Grundsätzlich sollte die Kühlschranktemperatur nicht über sieben Grad liegen, die Temperatur des Tiefkühlers bei maximal -18 Grad.
Fleisch und Geflügel erst kurz vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen: Auf dem Fleisch und Geflügel können sich Salmonellen befinden. Werden die Zutaten zu früh aus dem Kühlschrank genommen, steigt die Gefahr, dass andere Lebensmittel mit dem Fleisch in Kontakt kommen und womöglich kontaminiert werden.
• Es empfiehlt sich, beim Zubereiten von Fleischgerichten und Hühnchen Handschuhe zu tragen, die bei gewissenhafter Anwendung für eine optimale Hygiene sorgen.

Essen zubereiten – Hygiene ist oberstes Gebot

Zu den häufigsten Hygienefehlern in der Küche gehört der unsachgemäße Gebrauch von Küchenhelfern. Wird für das Schneiden von Gemüse, Fleisch und Käse dasselbe Messer verwendet, kann es zu einer Übertragung von Mikroorganismen kommen, die zumeist in rohen Lebensmitteln zu finden sind. Bei dieser „Kreuzkontamination" können auch gefährliche Keime übertragen werden, die Auslöser für Infektionen sein können. Eine gute Hygiene ist also nur gegeben, wenn alle Geräte gereinigt sind und auf eine strikte Trennung der verschiedenen Lebensmittelgruppen geachtet wird.

Mehrere Schneidebretter nutzen: Wer unterschiedliche Lebensmittel verarbeitet, sollte möglichst verschiedene Unterlagen dafür nutzen. So wird verhindert, dass Gerüche und Geschmack, aber auch Keime in andere Lebensmittel übergehen. Wer möchte schon einen frisch geschnittenen Apfel, der nach der Paprika schmeckt, die zuvor auf demselben Brett geschnitten wurde?
Roh und gar zu verzehrende Lebensmittel getrennt zubereiten: Insbesondere bei der Zubereitung von rohem Fleisch und Eiern besteht eine erhöhte Gefahr der Infektion mit Salmonellen. Bis zu 80 Prozent der Hühner sind von Salmonellen befallen. Wer sich mit den Bakterien infiziert, kann je nach Erreger an Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu hohem Fieber erkranken. Deshalb sollten Lebensmittel, die roh verzehrt werden, nicht mit solchen kritischen Lebensmitteln in Kontakt kommen. Für roh und gar zu verzehrende Lebensmittel sollten deshalb auch getrennte Geräte und Flächen genutzt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, benutzt bei der Verarbeitung von kritischen Lebensmitteln Einmal-Handschuhe.
Arbeitsfläche zwischendurch reinigen: Auf der Arbeitsfläche wird Gemüse klein geschnitten, Fleisch für die Pfanne vorbereitet oder Zwiebeln zerkleinert. Dabei kommt sie in Kontakt mit Keimen, weshalb hier auf eine erhöhte Hygiene zu achten ist. Zwischen den verschiedenen Arbeitsschritten sollte die Arbeitsfläche gereinigt werden. Wurde mit besonders keimbelasteten Lebensmitteln, wie etwa rohem Geflügel, gearbeitet, kann eine Desinfektion sinnvoll sein. Wie es sie auch von SOS gibt, eignen sich dazu spezielle Desinfektionssprays für Hände und Flächen.
Richtig auftauen: Soll Fleisch und insbesondere Hühnerfleisch aufgetaut werden, ist ein besonderes Augenmerk auf das Tauwasser zu richten. Dieses Auftauwasser kann gefährliche Keime enthalten, die im gefrorenen Zustand inaktiv waren. Damit das Wasser keine anderen Lebensmittel kontaminiert, sollte das Fleisch zum Auftauen in ein Sieb gegeben werden. Das Sieb zum Abtropfen am besten in die Spüle einhängen. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Fleisch komplett aufgetaut ist, damit beim Kochen oder Braten ganz sicher die Temperatur von 70° erreicht wird und damit alle Keime abgetötet sind.

Reinigung der Küche – Regelmäßig und gründlich

Wenn in einer Küche regelmäßig gekocht wird, ist es kaum zu verhindern, dass sich feinster Schmutz absetzt. Die Grundlage für eine saubere Küche ist deshalb das regelmäßige Reinigen aller Oberflächen und Geräte. Für eine optimale Desinfektion braucht es nur die richtigen Desinfektionsmittel.
Oberflächen reinigen: Mindestens einmal in der Woche sollten alle Arbeitsflächen, Oberflächen von Küchenschränken und auch der Kühlschrank zur Vermeidung von Keimbildung mit geeigneten Mitteln gereinigt werden. Fällt einmal etwas daneben, werden Einmaltücher verwendet. Hierfür eignet sich eine Desinfektion mit den SOS Desinfektions-Tüchern. Es kann insbesondere bei der Entsorgung tierischer Lebensmittel wie Fleisch oder rohen Eiern sinnvoll sein. Herkömmliche, bereits benutzte Mehrzweckküchentücher können Bakterien wie etwa Salmonellen übertragen, wenn sie nur unzureichend gereinigt wurden.
Schwämme auswechseln: Experten empfehlen, Schwämme und Tücher wöchentlich auszuwechseln, denn sie sind die wahren Keimherde in der Küche. Die Hochschule Furtwangen hat in Kooperation mit der Justus Liebig-Universität Gießen und dem Helmholtz Zentrum München eine Studie entwickelt, die die Bakterienbelastung von Haushaltsschwämmen zum Thema hat. Die Wissenschaftler untersuchten 14 gebrauchte Schwämme, die sie aus Haushalten im Großraum Villingen-Schwenningen gesammelt hatten. Das Ergebnis: In den Schwämmen wurden 362 verschiedene Arten von Bakterien entdeckt. Darunter befanden sich neben größtenteils ungefährlichen Bakterien auch solche, die bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem und Säuglingen zu Infektionen führen können.
Geschirr und Arbeitsgeräte heiß waschen: Geschirr und Arbeitsgeräte wie Schneebesen und Pfannenwender werden am besten in der Geschirrspülmaschine gereinigt. Werden die Küchenutensilien mit der Hand gespült, sollte auf eine gleichmäßige Reinigung und möglichst hohe Wassertemperatur geachtet werden. Besondere Beachtung benötigen Arbeitsgeräte und Arbeitsflächen aus Holz. Diese nehmen Gerüche von Lebensmitteln schneller an. Ist das Schneidebrett aus Holz, muss dieses nach jedem Gebrauch gründlich abgewaschen werden. Dafür sollte möglichst heißes Wasser, ein Spülmittel und ein Schwamm genutzt werden. Anschließend sollten Holzbretter zum Trocknen hingestellt werden, damit das Holz gut abtrocknet.

Top-Tipps für mehr Hygiene in der Küche im Überblick

1) Vor ersten Handgriffen in der Küche Hände gründlich reinigen und bei Bedarf mit Desinfektionsmitteln wie die von SOS behandeln
2) Kühlkette bei Einkauf und Lagerung von Lebensmittel nicht unterbrechen
3) Lebensmittel in richtigen Kühlzonen im Kühlschrank lagern
4) Kreuzkontaminationen verhindern: roh zu verzehrende und kritische Lebensmittel (tierische Produkte wie Eier, Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte) getrennt voneinander lagern und zubereiten
5) Bei Zubereitung von kritischen Lebensmitteln Handschuhe tragen, um die Gefahr von Kreuzkontaminationen zu minimieren
6) Fleisch und insbesondere Geflügel richtig auftauen, um Salmonellenübertragung zu verhindern
7) Schneidebretter nach dem Benutzen heiß abspülen
8) Oberflächen und Arbeitsgeräte regelmäßig reinigen und bei Bedarf desinfizieren
9) Keimherde Nr. 1: Schwämme und Tücher regelmäßig austauschen
10) Keine Haustiere in der Küche, wenn Essen zubereitet wird

Möchten Sie erfahren, wie Hände wirksam desinfiziert werden? Dann lesen Sie den Beitrag „Hände richtig desinfizieren".

 

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Auf den Produktseiten unserer Website haben wir neben detaillierten Produktangaben auch häufig gestellte Fragen (FAQ) für Sie zusammengestellt. Weitere Informationen können meist auch den Beipackzetteln entnommen werden, die auf den Produktseiten zum Download angeboten werden.

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