Stiche richtig versorgen Juckreiz bekämpfen, Stachel ziehen, Entzündung vorbeugen

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Bei einer Stichverletzung versorgt sich das Insekt durch seinen Stachel entweder mit menschlichem Blut oder gibt Gift ab. Die Erstversorgung besteht in der Entfernung des Stachels und der Desinfektion der Einstichstelle.

Die Behandlung hängt vom Stechinsekt ab

Bei Stichen von landläufigen Mücken gelangen „reizende" Stoffe in die Einstichstelle, der Körper reagiert mit der Ausschüttung des Gewebshormons Histamin und bewirkt damit eine Entzündung. Die Schwellung des Gewebes führt zu einem Juckreiz, der am besten mit einer juckreiz- und entzündungshemmenden Salbe versorgt wird, die zudem angenehm kühlt. Ständiges Kratzen führt bei Mückenstichen schnell zu kleinen und schmerzhaften Entzündungen, die dann gut desinfiziert und mit einer Wund- und Heilsalbe oder einem Gel behandelt werden sollten. An leicht zugänglichen Körperstellen schützt ein kleines Pflaster davor, dem anhaltenden Juckreiz nachzugeben.

Die Folgen von Stichen mückenähnlicher Insekten wie Bremsen sind häufig größere und stark juckende Quaddeln, die auch sehr schmerzhaft sein können. Sie können ebenso versorgt werden wie Mückenstiche.

Schmerzhafter und gefährlicher sind Insektenstiche von Bienen und Wespen, weil hier ein Allergierisiko auf das Insektengift besteht. Bienen lassen nach dem Stich ihren Stachel mit Widerhaken in der Einstichstelle zurück. Am Stachel befindet sich die Giftblase der Biene, die sich gern vollständig in die Stichwunde entleert. Dieses Bienengift verursacht die roten, dicken Schwellungen. Wichtig ist ein rasches und vorsichtiges Ziehen des Stachels mit einer Pinzette.

Wespenstiche bereiten ebenfalls Schwellungen und Schmerzen, aber oftmals weniger ausgeprägt als bei Bienenstichen. Die Wespe zieht ihren Stachel nach dem Stich in der Regel aus der Einstichstelle wieder heraus.

Nach einem Bienen- oder Wespenstich sollte die Wundstelle konsequent gekühlt und desinfiziert sowie danach mit einem Insektenstichpräparat behandelt werden. Auch sollte die betroffene Stelle ruhig gelagert werden.

Je nach Ausprägung der Wundstelle und eigenen Erfahrungen mit Reaktionen auf Insektenstiche sind Präparate mit einem Antihistaminikum oder Hydrocortison angezeigt. Sie dämmen Entzündungen rasch ein und beschleunigen die Heilung.

Höchste Vorsicht bei Bienen- und Wespenstichen im Mund- oder Rachenraum

Aufgrund der durch das Gift schnell anschwellenden Schleimhäute droht Erstickungsgefahr. Die Stichopfer sollten schnellstmöglich Eis lutschen, den Bereich zusätzlich von außen kühlen und umgehend ärztliche Hilfe suchen.

Bei einer bestehenden Insektengiftallergie kommt es relativ schnell zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock, der Atemnot und schwere Kreislaufprobleme verursacht. Hier wird sofort ein Arzt gebraucht! Allergiker, die ihre Reaktionen auf Insektengift kennen, sollten stets ein Notfallset mit einer Fertigspritze zur Soforthilfe mitführen.

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