Muskelverspannungen richtig behandeln SOS im Gespräch mit Herrn Dr. med. Kappes

Lesezeit: 3 Min
Dr. med. Kappes

Interviewpartner:

Herr Dr. med. Kappes ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Sport- und Notfallmedizin. Er ist tätig im MVZ Weilmünster und unser Interviewpartner zum Thema Muskelverspannungen.

Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung leidet zumindest gelegentlich unter Verspannungen. Im Experteninterview mit Dr. med. Kappes klärt SOS die Ursachen und erörtert mögliche Wege zur Behandlung.

Wie häufig treten Muskelverspannungen auf?

Über 50% der Bevölkerung leidet gelegentlich oder chronisch unter muskulären Schmerzen, der Anteil der Betroffenen steigt dabei mit dem Alter.

Welche Personengruppen sind besonders häufig betroffen?

Für Personen, die viele Stunden sitzend im Büro verbringen oder stehend arbeiten, also Menschen die viele einseitige Bewegungen ausführen und lange bestimmte Körperhaltungen einnehmen müssen, gehören Muskelverspannungen heute zum Alltag. Menschen mit Übergewicht und Frauen, die oft Schuhe mit hohen Absätzen tragen, leiden ebenso besonders häufig darunter.

Wo liegen die Ursachen für Muskelverspannungen?

Muskeln werden am besten mit Sauerstoff und Energieträgern versorgt, wenn ein ständiger Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung stattfindet. Langes Sitzen oder Stehen kann zu Störungen des Muskelstoffwechsels führen, weil die Daueranspannung kleine Blutgefäße in den betroffenen Muskeln abdrückt und damit die Durchblutung beeinträchtigt wird. Dauerbelastungen verursachen häufig chronische Muskelverspannungen. Eine eingeschränkte Dehnbarkeit ist die Folge, denn in der Regel verkürzen sich die betroffenen Muskeln. Daraus resultieren Fehlhaltungen, die wiederum weitere Muskelverspannungen begünstigen können. So entsteht ein schmerzhafter Teufelskreis. Am Ende dieser Kausalkette sind derbe Knoten, medizinisch „Myogelosen" genannt, die in der Muskulatur schmerzhaft tastbar sind.

Können psychische Faktoren Muskelverspannungen begünstigen?

Die Psyche spielt auch bei verspannten Muskeln eine nicht zu unterschätzende Rolle. Stress und psychische Anspannung, die in unserem hektischen Arbeitsalltag zweifelsohne in den letzten Jahren signifikant zugenommen haben, erhöhen den Muskeltonus und begünstigen Muskelverspannungen. In den meisten Fällen ist hier die Nacken- und Schultermuskulatur betroffen.

Können Muskelverspannungen zu ernsthaften Erkrankungen führen?

Muskelverspannungen können so schmerzhaft sein, dass sie sämtliche körperliche Aktivitäten behindern oder unmöglich machen. Kopfschmerzen haben häufig Muskelverspannung im Rücken- und Nackenbereich als Ursache. Verspannte Muskeln sind anfälliger für Verletzungen wie Zerrungen, die durch plötzliche Überdehnungen entstehen können. Starke Schmerzen begünstigen zudem Schlafstörungen, welche wiederum weitere Beschwerden zur Folge haben können.

Was hilft bei Muskelverspannungen?

In der Akutphase können Arzneimittel, z.B. Schmerzmittel, zur Durchbrechung des Teufelskreises erforderlich sein. Wenn es sich tatsächlich um Verspannungen handelt, dann ist eine Therapie mit Wärme zu empfehlen. Bäder oder Saunagänge als Wärmebehandlung für den ganzen Körper oder lokale Wärmebehandlungen mit Infrarotlicht, Fangopackungen, Wärmflaschen und Wärmepflastern können helfen. Wenn allerdings ein entzündlicher Prozess für Schmerzen verantwortlich ist, dann ist eher Kühlung angesagt. Grundsätzlich gilt es, die Behandlung vorzunehmen, die am angenehmsten ist. Bei Unklarheit über die Schmerzursache sollte ein Arzt um Rat gebeten werden.

Da oftmals eine falsche Körperhaltung die Ursache für Muskelverspannung ist, können die Beseitigung dieser Fehlhaltung des Körpers ( z.B. durch chiropraktische Behandlung oder Physiotherapie) sowie die Lockerung der Muskeln (durch z.B. Massagebehandlungen und -therapien) sinnvolle Ansätze sein.

Wenn möglich, sollte man bewusst ein paar Tage ausspannen und versuchen, die innere Balance wiederzufinden. Dabei sollte man sich aber trotzdem bewegen. Bewegung hilft, Stress abzubauen. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga oder Tai Chi sind beispielsweise als Entspannungsmethoden zu empfehlen.

Welche Methoden der Vorsorge gibt es?

Sinnvollste Vorsorgemethode ist es, täglich kleine Bewegungsprogramme in den Alltag einzubauen. Dabei reichen 10 - 15 Minuten aus. Das ist gut investierte Zeit. Kleine Gymnastikprogramme am Arbeitsplatz (2-3 Minuten sind oft schon ausreichend) können Wunder wirken, wenn sie regelmäßig durchgeführt werden. Zudem dienen diese zusätzlich dem Stressabbau.

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