Richtige Erstversorgung kleiner Wunden und Schnitte Immer in dieser Reihenfolge: säubern - desinfizieren - verbinden

Lesezeit: 3 Min

Kleinere, unkomplizierte Hautabschürfungen und Schnittwunden dürfen in Eigenregie versorgt werden. Stark blutende, verschmutzte und zerfranste Wunden sowie die Entfernung von Fremdkörpern gehören in die Hände eines Arztes.

Die Wundreinigung kleiner Wunden kann in Eigenregie vorgenommen werden.

Die Wundreinigung kleiner Wunden kann in Eigenregie vorgenommen werden.

Erste Hilfe in Eigenregie nur bei unkomplizierten Wunden

Immer wieder passieren im Alltag durch Unachtsamkeit Bagatellverletzungen wie Schürf- und Schnittwunden oder Verbrennungen. Kleinere Wunden können in der Regel selbst versorgt werden. Sieht die Verletzung schlimmer aus, ist es besser, zum Arzt zu gehen. Das ist immer der Fall, wenn es sich um stark blutende und verunreinigte, tiefe und klaffende Wunden mit zerfransten oder gequetschten Wundrändern handelt.

Wenn sich ins Gewebe eingebrachte Fremdkörper nicht rückstandsfrei und sauber entfernen lassen, ist der Arztbesuch selbstverständlich ein Muss. Auch Stichverletzungen mit Messern und Scheren benötigen eine ärztliche Versorgung und die Kontrolle, ob tiefer liegende Strukturen wie Nerven, Sehnen und Gefäße beschädigt sind. Wenn sich Gliedmaßen taub anfühlen, die Haut aufgrund mangelnder Durchblutung weiß oder fahl wird, ist ebenfalls ärztliche Kontrolle angesagt.

Die Wundreinigung ist das A und O

Nur saubere Wunden können richtig und problemlos ausheilen, denn Schmutz und Fremdkörper in der Wunde erhöhen das Infektionsrisiko und verzögern den Heilungsprozess. Der erste Schritt ist somit die Wundreinigung. Diese sollte mindestens mit gewaschenen Händen, idealerweise mit desinfizierten Händen oder Einmalhandschuhen durchgeführt werden.

Wenn möglich, sollten zunächst sichtbare Fremdkörper wie Splitter und Steinchen vorsichtig mit einer sauberen Pinzette entfernt werden. Schrammen und Abschürfungen können mit einem Wundreinigungsspray besprüht oder auch mit Leitungswasser gewaschen werden. Stark blutende Wunden reinigen sich natürlicherweise selbst aus.

Auch kleine Wunden sind infektionsgefährdet

Eine anschließende antiseptische Wundbehandlung kann mit rezeptfreien Antiseptika durchgeführt werden. Bevorzugte Wirkstoffe zur Desinfektion sind Octenidin und Polyhexanid. Im Handel sind auch Präparate auf Povidon-Iod-(PVP-Iod)-Grundlage, die allerdings durch Blut und Eiter inaktiviert werden und wegen der Jodaufnahme durch die Haut problematisch sind bei Allergikern, Schwangeren und Schilddrüsenerkrankungen. Wundabdeckung nach den Kriterien der feuchten Wundheilung Der dritte Schritt in der Wundversorgung nach der Reinigung und Desinfektion ist die Wundabdeckung oder das Verbinden. Herkömmliche Wundauflagen und Pflaster basieren auf dem Prinzip trockener Wundheilung. Es handelt sich hier um konventionelle Wundabdeckungen, um rein mechanischen Schutz ohne Zusatzfunktionen. Sie müssen am Anfang einmal bis mehrmals täglich gewechselt werden. Wenn das Pflaster nass geworden ist, muss es auf jeden Fall erneuert werden. Später reicht ein Verbandwechsel alle zwei bis drei Tage aus.

Modernes und bei chronischen Wunden bewährtes Wundmanagement funktioniert im feuchten Wundmilieu und beschleunigt gleichzeitig die Hautregeneration und beugt Narbenbildung vor. Dafür gibt es Hydrokolloidverbände, die den Feuchtigkeitsgehalt der Haut regulieren und den Heilungsprozess fördern.

Der richtige Umgang mit Brandwunden

Soforthilfe bei kleineren Verbrennungen und Verbrühungen bedeutet Kühlung. Am besten unter kaltem Leitungswasser oder alternativ mit Kühlpackungen. Einige Minuten sind meist ausreichend, um erste Linderung zu verspüren. Danach kann eine Brandsalbe oder ein Wund- und Heilgel aufgetragen werden. Größere Verbrennungen - vor allem wenn sich dicke Blasen bilden - sollten vom Arzt versorgt werden.

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